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Kunsthistorikerin Galit Noga-Banai erhält Rosenzweig-Professur

Kunsthistorikerin Galit Noga-Banai erhält Rosenzweig-Professur

(Kassel-Nord Holland). Die Universität Kassel hat Galit Noga-Banai auf die Franz-Rosenzweig-Gastprofessur für das Sommersemester 2024 berufen. Sie ist Kunsthistorikerin mit dem Schwerpunkt spätantike und mittelalterliche Kunst und erforscht die historischen Verbindungen zwischen jüdischer und christlicher Kunst sowie die Beziehungen zwischen Jerusalem und Rom. Ihre öffentliche englischsprachige Antrittsvorlesung mit dem Titel „A Medievalist Guide to Modern Memorials in Nuremberg and Kassel“ wird am Dienstag, den 14. Mai, um 18 Uhr im Hörsaal der Kunsthochschule stattfinden.

Galit Noga-Banai ist Professorin am Institut für Kunstgeschichte der Hebräischen Universität Jerusalem. Nach ihrem Studium der Kunstgeschichte an der Hebräischen Universität promovierte sie anschließend dort und schloss im Jahr 2003 ihre Dissertation mit dem Titel „Silver Liturgical Caskets from the Early Christian Period“ ab. Während ihrer Postdoktorandenzeit war sie am Museum für Spätantike und Byzantinische Kunst in Berlin tätig.

„Ich freue mich auf die Zeit in Kassel und den Austausch mit den Studierenden. Aktuell forsche ich zur vormodernen visuellen Rhetorik auf deutschen Kriegsfriedhöfen des 20. Jahrhunderts. Da das Archiv des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Niestetal liegt, hoffe ich, während meines Aufenthalts auch interessante Erkenntnisse für meine Forschung zu gewinnen“, so Noga-Banai. 

Im Rahmen ihrer Professur wird Galit Noga-Banai für Studierende der Universität Kassel und der Kunsthochschule Kassel ein Seminar mit dem Titel „Jerusalem in the Visual Christianization of Europe“ an der Kunsthochschule Kassel anbieten. (Foto: Universität Kassel)

Hintergrund:

Mit der Gastprofessur erinnert die Universität Kassel an Werk und Vermächtnis des aus Kassel stammenden jüdischen Religionsphilosophen Franz Rosenzweig (1886-1929). Sie wird von der Universität Kassel seit 1987 jeweils zum Sommersemester verliehen und dient der Vergegenwärtigung der durch den Nationalsozialismus weitgehend zerstörten Kultur des europäischen Judentums und der Auseinandersetzung mit der jüdischen Gegenwart.